Gottesdienste & Gebete

Gebet- und Gesangsbuch der katholischen Christen

Das "Gotteslob"
 
   

Was ist gegenüber dem „alten“ Gotteslob, das vor knapp 40 Jahren erschienen ist, gleich geblieben, was hat sich im neuen Buch verändert?

     
        

Auffällig ist zunächst einmal das etwas vergrößerte Format. Dies ist einem etwas größeren Druck und damit einer verbesserten Lesart geschuldet (dazu sei der Hinweis auf die rechts stehende Karikatur erlaubt - nicht frauenfeindlich, aber Männer haben nun mal meistens keine Handtasche ...)

 

 

   

Auch das neue Gotteslob gliedert sich in einen Stammteil, in dem gemeinsame Lieder und Gebete der deutschsprachigen Diözesen Deutschlands, Österreichs und des Bistums Bozen-Brixen abgedruckt sind, und in einen sogenannten „Eigenteil“, in dem hier für das Erzbistum Paderborn regionale Gesangs- und Gebetstraditionen berücksichtigt worden sind. Dieser Teil ist im Vergleich zum „alten“ Gotteslob auf ca. 200 Lied- und Textnummern angewachsen.

 

   

Dabei werden Sie vor allem bei der Liedauswahl beliebte und auch Manchen aus Kindertagen oder Landsmannschaften lieb gewonnene Melodien und Texte vermissen oder verändert vorfinden. Ein Buch für mehrere Generationen zu produzieren erfordert Kompromisse in der Auswahl. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann * dazu:

 

     
„Im Stammteil des alten Gebet- und Gesangbuchs befinden sich etwa 270 Lieder, von denen gut die Hälfte in das neue Gotteslob übernommen wurde. Fehlen werden zukünftig jene Lieder, die in den vergangenen 37 Jahren keine oder nur wenig Akzeptanz in den Gemeinden fanden. Ergänzt wurde das bisherige Liedgut hingegen um Gesänge, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder im Stammteil vermisst wurden – sei es, weil diese Lieder aus Gründen des damaligen Zeitgeistes im alten Gotteslob keine Aufnahme fanden, oder weil diese Lieder erst während der vergangenen 30 bis 40 Jahre neu entstanden sind. Viele der „neuen“ Stammteillieder sind jedoch bereits aus den diözesanen Eigenteilen oder aus den in den letzten Jahren verstärkt entstandenen diözesanen Ergänzungsheften bekannt.“
     
     

Neu geordnet und wesentlich erweitert wurden Texte, die aus dem Gotteslob viel mehr machen als ein einfaches Liederbuch. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann dazu: „Ein erster Bereich möchte vor allem das persönliche Gebet und das Beten in kleineren Gruppen und häuslichen Gemeinschaften unterstützen; ein zweiter Bereich umfasst im Wesentlichen alle Gesänge des Buches, während der dritte Bereich seinen Schwerpunkt auf die Feiern der Sakramente und der weiteren gottesdienstlichen Feiern legt.“ Gerade bei den Texten wurde viel Wert auf eine zeitangemessenerer Sprache gelegt. „So wird dem Wunsch an ein neues Gotteslob entsprochen, erstmalig „Häusliche Feiern“ im Kreise von Familien und Freunden anzubieten, die das gemeinsame Singen und Beten in gewohnter Lebensumgebung zum Beispiel im Advent oder am Heiligen Abend bereichern“, führt Bischof Hofmann aus und ergänzt: „Besonderer Wert wurde auch auf die Vielfalt der angebotenen Tagzeitenliturgien gelegt, die nun nicht nur vollständige Gottesdienstmodelle, sondern auch alternative Formen wie Morgen- und Abendlob berücksichtigen. Schließlich präsentieren sich die Andachten in völlig neuem Gewand, sodass sie nun nicht nur zur gemeinsamen Feier in der Kirche, sondern auch zum privaten Beten einladen.“

     

Das neue Gotteslob: mehr als ein Liederbuch.

Blättern und entdecken Sie, was „mehr“ drinsteckt!

 

 

Bestellungen nimmt u.a. die Bücherei im Gemeindehaus Herz Jesu zu den Öffnungszeiten vor und nach den Gottesdiensten entgegen.

Übrigens: Die Erlöse aus diesen Bestellungen kommen der Arbeit der Gemeindebücherei zugute.

     

Weitere Informationen über das „Gotteslob“, die Inhalte und viele weitere interessante Fragen rund um die Entstehung und die Einführung finden Sie im gesamten Interview mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, das hier verlinkt ist.

     
     
   

Foto:© Markus Hauck, POW / pfarrbriefservice
Karikatur:© Ulrich Woerner / pfarrbriefservice