„Alle dürfen wählen“ - Warum wir nicht?
Pfarrgemeinderatswahlen im Bielefelder Süden finden nicht statt.

Während in vielen Gemeinden des Erzbistums Paderborn am 11. und 12. November die Pfarrgemeinderatswahlen stattfanden, ruhten im Bielefelder Süden Wahlzettel und Urnen. Nun ist nicht etwa der Pfarrgemeinderat St. Elisabeth von der Bildfläche verschwunden. Der Grund dafür, dass Neuwahlen in der Pfarrei aktuell nicht stattfinden, liegt an den „Spätfolgen“ des Zusammenschlusses der Gemeinden.

Die Gemeinden im Bielefelder Süden gehörten zu den ersten, die einen Zusammenschluss nicht nur auf organisatorischer Ebene zu einer Pfarrei gegangen sind, sondern die auch den Versuch gewagt haben, die Unterstützung der Gemeindepastoral, die zu den wesentlichen Aufgaben eines Pfarrgemeinderates gehört, zu zentralisieren und mit einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat zu arbeiten. Auf örtlicher Ebene wurden die „Räte vor Ort“ gegründet.

Dabei ist der PGR zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen und hat die Belange der Pastoral (zum Beispiel die Neuordnung der Gottesdienstzeiten) im Einvernehmen mit der Gemeindeleitung gut koordiniert. Im Laufe der praktischen Arbeit hat sich sowohl bei den Pfarrgemeinderatsmitgliedern als auch dem Leitungsteam ein Bild der konkreten Arbeit ergeben, das dem ehrenamtlichen Engagement in den Räten vor Ort ein größeres Gewicht zukommen lassen soll und den Pfarrgemeinderat als „überörtliches, koordinierendes Gremium“ zumindest in der jetzigen Größe als zu aufwendig erscheinen lässt.

In dieser Situation bot sich seitens des Bistums die Teilnahme an einem Modellprojekt an, in dem über ehrenamtliches Engagement und seine Formen neu nachgedacht und auch andere als die bisherigen Modelle der Arbeit beleuchtet werden sollen. Dieser Prozess ist derzeit in vollem Gang. Mitglieder des Pfarrgemeinderates, der Räte vor Ort und des Kirchenvorstandes entwickeln zur Zeit Vorschläge, wie unter dem Aspekt aktueller seelsorglicher Herausforderungen sowie zahlenmäßig geringerer personeller Ressourcen sowohl eine Stärkung der Arbeit vor Ort als auch eine Koordination auf Pfarreiebene möglich sind.

Diese Arbeit wäre mit der Wahl eines neuen Pfarrgemeinderates, der für vier Jahre im Amt sein würde, nicht zu vereinbaren gewesen. Daher haben sich zum einen die Mitglieder des bisherigen PGR als auch die Gemeindeleitung und das Erzbistum mit einer Aussetzung der Wahl einverstanden erklärt. Der jetzige PGR bleibt daher weiterhin bis zum Ende dieses Modellprojektes (Ende 2018) im Amt.

Wir danken den Mitgliedern des PGRs für ihre Bereitschaft, sich über die ursprünglich 4-jährige Zeit der Wahlperiode hinaus zu engagieren.

Sobald konkrete Ergebnisse der Planungen vorliegen, lesen Sie dies in den Pfarrnachrichten und im Internet.

Logo (c) Peter Weidemann/pfarrbriefservice, Text: MiB

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